Das Aufgabengebiet von dem Maler und Lackierer der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege ist sehr speziell. Er saniert und rekonstruiert Wände, Decken, Fassaden und Wandmalereien von historischen Gebäuden. Sie müssen Ornamente und Profile formen und gestalten. Sie bemalen Skulpturen und sie führen Reproduktionen und Rekonstruktionen aus. Angestellt sind sie in besonderen Malerbetrieben, die sich auf solche Restaurierungsarbeiten spezialisiert haben. Sie können aber auch direkt in Werkstätten von Museen, Denkmalschutz oder Fassadensanierung arbeiten. Kirchenmalerei und Denkmalpflege enthält eine Menge von Aufgaben.
Da wäre zum Beispiel die Instandhaltung. Das beinhaltet die normalen Pflegearbeiten des Denkmals wie säubern und neu streichen.
Ein weniger bekannter Teil ist das Altern lassen. Früher bei Burgen angewandt, wird es heute fast nur noch an Industrieanlagen durchgeführt, man nennt es auch kontrollierter Verfall.
Das Einfrieren des derzeitigen Zustandes ist die Konservierung. Hier wird versucht, das Altern zu stoppen. Das wird unter anderem mit der Steinkonservierung versucht oder durch Entlastung mittels Schutzbauten.
Bei der Reparatur und Instandsetzung werden kleinere verbrauchte oder beschädigte Teile ausgetauscht.
Die Restaurierung ist dann anzuwenden, wenn größere Mengen an beschädigten Teilen ausgetauscht werden. Eine Renovierung stellt die Funktionalität wieder her.
Das schwierigste Arbeitsfeld hier ist wohl die Rekonstruktion. Hier wird versucht, ein verloren gegangenes Erscheinungsbild von Bauteilen oder ganzen Bauten wieder herzustellen. Hierbei ist aber zu beachten, dass weder Originalteile verwendet werden können, noch Baupläne vorhanden sind, nach denen gearbeitet werden kann. So gelten rekonstruierte Objekte nicht als wieder hergestellte Denkmäler, sondern als völlig neue Bauten.
Bei der Anastilosis werden eingestürzte Bauten wieder getreu der Vorlage aufgebaut.
Als letzter Punkt ist noch die Translozierung. Hier wird ein Denkmal von einer Stelle auf eine andere Stelle versetzt.